David Guetta ist kein Unbekannter. Im zarten Alter von 17 Jahren veröffentlichte er einige Mix CDs und wurde anschliessend Clubbesitzer in der Weltmetropole Paris. 1994 releaste er die Single „Up & Away“, ein erster Erfolg. Nach seinem Debütalbum "Just A Little More Love", erschien 2004 sein zweites Studioalbum "Guetta Blaster". Wahrer Erfolg stellte sich mit dem Album "Pop Life" aus dem Jahre 2007 ein.
Nun, über 25 Jahre im Musik Business und etliche Releases später veröffentlichte David Guetta am 21.08.09 „David Guetta – One Love“. Auf dem neuen Album finden sich Kollaborationen mit R'n'B- und Soul-Künstlern wie Estelle, Kelly Rowland , Akon, Ne-Yo, will.i.am und Kid Cudi . Man hört dieser Produktion durchaus die jahrzehnte lange Erfahrung des Künstlers an, jedoch erscheinen mir seine alten Produtionen ein wenig „runder“. Dies liegt vielleicht auch daran, dass David Guetta mit diesem Album eine Mixtur aus Electro und HipHop schaffen wollte. Diese verläuft sich jedoch streckenweise zu sehr in Richtung Grossraum Disco Musik . Nicht zu schmähen ist der grosse Erfolg der Ohrwurm Auskopplung „When Love Takes Over“ auf desen Produktion Kelly Rowland glänzt. „Gettin´Over“ beginnt mit einer wunderbaren Hook, verfällt aber dann in ein zu technoides Synthie/Drumgerüst, welches wie viele andere Lieder eher einem beliebigen "The Dome" Release ähnelt als einer „French House“ Produktion. Die Hook macht es jedoch wie erwähnt gut „Sexy Bitch“ hat wiederum einen schön ausgetüfftelten Beat, die Raps von "Akon" sind jedoch 0/8/15, was wohl auch am Inhalt des Tracks liegen mag. Überhaupt sind die Tracks auf denen weniger versucht wurde die Hürde zum Electro HipHop zu schlagen, die deutlich besseren. „I Gotta Feeling“ nervte mich bereits die letzten Wochen mit übertriebenem Airplay, nervigem "Autotune" und schlechten Vocals. Das „will.i.am“ Feature bildet da fast die einzige Ausnahme, kommt es gekonnt in Beat & Raps daher und beweist, das die Black Eyed Peas vor langer Zeit mal gute Rapper waren. Überzeugt haben mich weiter der Track mit „Kid Cudi“ – „Memory“ als auch „How Soon Is Now“ mit „Julie McKnight“, „Estelle“ Feature Track „One Love“ und „If We Ever“ Feat. „Makeba“. Bleibt letztendlich zu sagen, dass David Guetta ein durchaus zu empfehlendes Album liefert, er die Sparte des Electro HipPop doch eher Vertretern des englischen Grime lassen sollte. Denn HipHop mit Electro Beats, wie man ihn bei „Roots Manuva“ , „Kano“ oder „Dizzee Rascal“ findet , muss meines Erachtens "dreckiger" klingen.