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TUA & VASEE | Evigila Tour 2011 |
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Geschrieben von: Björn Wort
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Schlagen wir mit Prinz Pi´s Worten mal eine Brücke zwischen der heutigen HipHop-Veranstaltung (05.02.11| Underground | Prinz Pi | Tour De Prince 2011) und der vom vergangenen Samstag (29.01.11| Underground | Tua & Vasee | Evigila Tour 2011).: "Mit Leib und Seele bin ich der Beweis dagegen - Basstard ist Beweis dagegen - Casper ist Beweis dagegen - Kamp ist Beweis dagegen - TUA ist Beweis dagegen". Ja Tua & Vasee sind Beweis dagegen. Gegen was? Gegen den immergleichen Kreislauf hochgepushter Ghetto-Poesie oder beliebigen Atzen-Rap. Dabei ist auch Tua nicht der nette Studentenrapper von nebenan. Tua ist vielleicht genau so viel Strassenjunge wie seine Berliner Konkurrenz aber er ist ein Musiker und Poet par excellence. Zusammen mit seinem Weggefährten Vasee, den wir ja bereits auf einigen von Tua´s vergangenen Produktionen hörten, haben die Zwei ein weiteres Meisterwerk nach dem Album "Grau" erschaffen. Das bis auf die kleinste Ecke ausverkaufte "Underground 2", der kleine Ableger vom "großen Underground" war also gefüllt mit Fans der ersten und zweiten Stunde. Textsicher sang das Publikum Passagen von "Dein Lächeln" und "Bruder" mit, poggte bei "Unter Druck" wild umher, dass es den kleinen Raum beinahe zeriss´ oder lauschte gebannt den alten und neuen Werken. Mit Liedern wie "Die Stadt", "Aufgeben", "Roter Luftballon", "Szene in der Wüste" und "Das Blut" präsentierten Tua & Vasee eindrucksvoll ihr neues Album "Evigila". Dabei stellten die Beiden lautstark zur Schau, dass sie mehr als nur rappen und singen können. Abwechselnd gab man sich die Tasten des KORG E-Pianos in die Hände. Tua tauschte während Vasee an der KORG improvisierte den Platz vom "Rap-Micro" zum "Gesangs-Micro" oder rappte auch mal 16 Takte "Double-Time", um auch dem letzten Gast klar zu machen, das hier zwei handwerklich versierte Musiker am Zug sind. Langgezogene Dubstep-Passagen luden zum Tanzen ein. Bei den gefühlvollen Gesangsparts von Vasee standen Paare Arm in Arm. Sehr beeindruckend waren auch die live eingespielten Melodien auf der Melodica, einer Art Mundorgel, deren Spiel Tua aus dem Effeff beherrschte. Sicher war dies nicht das gängige Rap-Konzert, dass man vielleicht bei Tuas alten Stücken hätte erwarten können aber es war eine konsequente Live-Darbietung des aktuellen Albums "Evigila". Stellenweise schlich sich zwar das Gefühl von "Kitsch" ein aber die beiden Protagonisten kaschierten dies sehr gut mit ihren witzigen und charmanten Ansagen zwischen den Stücken. So hatte das Publikum bei all dem "Pathos" in den Stücken nicht das Gefühl auf einem "Ich & Ich" Konzert zu sein, sondern war sich der Tatsache bewusst, dass da auf der Bühne einer der begabtesten Rapper Deutschlands steht, dessen Zusammenarbeit mit dem Sänger Vasee nun mal andere Früchte, musikalischere Früchte trägt! Und ich hoffe, das dieser Baum noch lange blühen wird...
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