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Das dreckige Dutzend hält sich dezent zurück - Konzert von D12 in Köln |
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Geschrieben von: Michael G.
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Am 26. März war es endlich soweit. Da einige Konzerte auf der D12-Tour im letzten Jahr ausfielen, wurden diese verschoben und jetzt kam es endlich zum lang ersehnten Auftritt vom dreckigen Dutzend in Köln, allerdings ohne Eminem. Auf dem Plakat waren zu dem noch Obie Trice und Royce Da 5'9'' angekündigt aber die Herren hatten wohl auch etwas besseres zu tun. Stattdessen haben D12 jemanden aus ihrem Umfeld mitgenommen, von dem mir leider der Name entfallen ist. Nun ja, meines Erachtens nach ist das kein guter Ersatz aber kommen wir lieber zum Anfang. Das Konzert war erst fürs Paladium angekündigt, als die Veranstalter aber merkten, dass D12 ohne Eminem doch nicht so viele Leute ziehen wie erwartet, wurde das Konzert kurzerhand in die Live Music Hall verlegt, und von dort aus ins Luxor, wo es dann schließlich auch statt fand. Das Luxor hingegen war allerdings etwas zu klein, so dass es schon binnen kürzester Zeit komplett überfüllt war und man gezwungen war den Platz vor der Bühne das ganze Konzert über beizubehalten. An sich ja auch nichts Ungewöhnliches bei einem guten Konzert, allerdings wurde dabei nicht einkalkuliert, dass die Herren von D12 gut und gerne zwei bis drei Stunden auf sich warten lassen. So lange hat es nämlich gedauert, bis das junge Talent aus dem Shady-Records-Umfeld die Bühne betrat und die anspruchsvolle Aufgabe hatte, dem Publikum beizubringen, dass er, und nicht etwa Royce und Obie Trice, vor D12 auftreten wird. Die Stimmung im Publikum war allgemein ein bisschen gereizt, was aber auch an dem sehr bunten Alterspektrum lag. Von Eltern mit ihren Kindern, über pubertierende Nervensägen bis hin zu Old-School-Heads war wirklich alles dabei, was die Kölner HipHop-Szene zu bieten hatte. Als nach insgesamt 4 Stunden das dreckige Dutzend sich endlich dazu herab ließ, die Bühne zu betreten, war die Stimmung im Publikum bereits ziemlich angespannt, da die Leute für die 30 Euro Eintritt eigentlich ein bisschen mehr erwartet haben. D12 schafften es aber trotz der schlechten Stimmung, die Leute zum Feiern zu bringen, was ich ihnen auch wirklich als Plus-Punkt anrechnen will. Allerdings hatten die Detroiter Jungs schon nach einer guten halben Stunde keine Lust mehr und das eigentliche D12-Konzert wurde zu einem Eminem-Promotion-Gig. Nach dem Auftritt von D12 wurden einige Solo-Tracks von Eminem gespielt, der DJ brüllte diese Lieder aber komplett kaputt, so dass schon nach kurzer Zeit das Publikum um über die Hälfte geschrumpft war. Für mich gab es dem nach auch keinen wichtigen Grund noch länger zu bleiben und ich überließ die restlichen Leute ihrem selbst erwählten Schicksal. Unterm Strich kann und will ich eine gewisse Enttäuschung nicht leugnen. Ich hab mir von Eminems Crew eigentlich etwas mehr erwartet. Sie waren gute Entertainer aber für 30 Euro Eintritt, will zumindest ich etwas mehr als 40 Minuten Show sehen. Dass Royce und Obie Trice nicht dabei waren, war noch ein zusätzlicher Wermuts-Tropfen. Aber vielleicht hatten sie auch nur einen schlechten Tag...
Fotogalerie
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Delinquent Habits im Düsseldorfer "Stone" - 04.01.09 |
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Geschrieben von: Michael G.
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Tequila
Letzten Sonntag (04.01.) war ich auf einem Konzert der Rapgruppe Delinquent Habits, die, wie ich in Erfahrung bringen konnte, wohl aus dem direkten Umfeld von Cypress Hill stammen. Da Sen Dog viele ihrer Sachen produziert hat, hatte ich entsprechend hohe Erwartungen. Ich hatte von den Herren leider vorher noch nie was gehört, und war gespannt, was mich dort in Düsseldorf erwarten würde. Es war ihr einziger Auftritt in Deutschland, und so habe ich eigentlich damit gerechnet in eine große Location zu kommen, mit vielen nervigen Leuten. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Location ein kleiner Club in der Düsseldorfer Altstadt war. Statt der tobendenden Menschenmassen erwarteten die Tres Delinquentes nur gut 30 Leute, das Thekenpersonal mitgerechnet. Zu Beginn des Konzertes fingen die Rapper damit an, im Publikum Plastikbecher mit Tequila zu verteilen, und wie ich später zu meiner Freude bemerkte, blieb es auch nicht bei diesem einen Mal. Das Publikum reagierte entsprechend und die wenigen Leute feierten die drei Jungs aus L.A.. Der Alterdurchschnitt lag ungefähr zwischen 25 und 30, was aber auch vornehmlich daran lag, dass ca. fünf Jungspunde im Publikum anwesend waren, die auf keinen Fall die Volljährigkeit erreicht haben. Ich fühlte mich wohl.
Die Delinquent Habits gibt es jetzt bereits seit 1991, und das hat man auch an ihrer Bühnenpräsenz gemerkt: eine große, coole Gelassenheit, die aber trotz allem noch genug Feuer im Arsch hat, um Leute zum Tanzen und zum Lachen zu bringen. Authentizität gepaart mit Selbstironie, sowas braucht die Welt. Dass diese Leute in Amerika normalerweise vor Tausenden von Leuten auftreten, war gar nicht zu spüren. Keine überhebliche Star-Arroganz, guter Kontakt mit dem Publikum und einige gekonnte Ansagen gegen einen Typen, der aus dem Laden geschmissen wurde, nachdem er einer jungen Frau das Glas aus der Hand geschlagen hatte. Nach dem ca. anderthalb Stunden langen Konzert kamen die Tres Delinquentes von der Bühne ins Publikum, um jedem Einzelnen die Hand zu geben und sich für die Unterstützung zu bedanken. Ein wunderbares Erlebnis mit einem Ami-Act in Deutschland, wenn man bedenkt, dass Jay-Z auf dem Splash noch nicht einmal wusste, in welchem Land er sich gerade befindet.
Gerne noch einmal.
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